
Der Schweizer Tenor Rolf Romei studierte in Winterthur und Karlsruhe und privat bei Nicolai Gedda. Als Ensemblemitglied war er in St. Gallen und Augsburg sowie am Staatstheater Oldenburg fest engagiert. Gastverträge führten ihn u. a. an die Opernhäuser von Stuttgart, Darmstadt, Bern, Düsseldorf und Graz, an die Komische Oper Berlin, das Theater an der Wien, das Teatro Real in Madrid, die Novaya Opera Moskau, das Edinburgh Festival, das Enescu Festival in Bukarest, das Musikfestival Kampnagel Hamburg, zur Ruhrtriennale und zuletzt an die English National Opera in London sowie als Max (‹Der Freischütz›) zu den Bregenzer Festspielen. Neben seiner Bühnentätigkeit gibt er regelmässig Lieder- und Kammermusikabende und ist als Interpret Neuer Musik ebenso gefragt wie als Solist der grossen Oratorien der Klassik und Romantik. Seit 2006 ist Rolf Romei Ensemblemitglied am Theater Basel. Hier war er u. a. in den Titelpartien in ‹Lohengrin›, ‹Parsifal›, ‹Hoffmanns Erzählungen›, ‹Faust›, ‹Idomeneo› und ‹Pelléas et Mélisande› sowie in ‹Rusalka›, ‹Elektra›, in Stockhausens ‹Donnerstag aus Licht›, Korngolds ‹Die tote Stadt›, Philip Glass’ ‹Satyagraha›, der Uraufführung ‹Diodati.Unendlich›, als Max und als Don José in ‹Carmen› zu hören. Zuletzt sang er Siegfried im ‹Ring des Nibelungen›, Calaf in ‹Turandot›, Macduff in ‹Macbeth› und Jim Mahoney in ‹Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny›. Neben Jim singt er in der Spielzeit 26/27 u. a. Aron (‹Moses und Aron›) sowie Normanno (‹Lucia di Lammermoor›).Liebe Freund:innen, Bekannte, Interessierte!
Liebe Freund:innen, Bekannte, Interessierte! August 2026
Schon ungewohnt früh beginnt heuer die Spielzeit am Theater Basel: Morgen, am 22. August, ist die Wiederaufnahme von Kurt Weills und Berthold Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ - bei uns ein sehr ungewohnt nahes Theatererlebnis, da wir Sänger:innen und der Chor uns mitten im und mit dem Publikum durchs Foyer bewegen und das Publikum im zweiten Teil mit uns auf der Bühne ist, hautnah. Ein sehr unmittelbares, emotionales Gesellschaftsexperiment mit mir in der Hauptrolle des Jimmy Mahoney. Wer das letztes Jahr verpasst hat oder es nochmal sehen möchte, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Es gibt nur sieben Vorstellungen im August und September.
Dann wartet eine weitere grosse Herausforderung auf mich: die Partie des Aron in Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ (Premiere am 3. Oktober). Die weiteren Hauptrollen in diesem etwas flapsig als „Sandalenfilm unter den Opernmonumenten“ bezeichneten Meisterwerk des 20. Jahrhunderts spielen die Schauspielerlegende Walter Hess als Moses und vor allem auch der sehr grosse Chor, der sich hier aus den vereinigten Profichören der Theater Basel und Freiburg im Breisgau zusammensetzt und eine ungeahnte Kraft, Intensität und auch Klangschönheit entwickelt, obwohl man dies vielleicht bei atonaler Musik nicht als erstes erwarten würde!
Da das eine Koproduktion mit dem Theater Freiburg ist, werde ich diese Partie auch dort singen ab dem 13. März 2027.
Dazwischen und davor gibt es noch andere Leckerbissen:
- z.B. die Basler Neuinszenierung von Donizettis Belcanto-Klassikers „Lucia di Lammermoor“ mit den beiden Schweizer Sopran-Stars Regula Mühlemann und Chelsea Zurflüh in der Titelpartie und mit mir in der kleineren Partie des Normanno (Premiere am 12. Dezember)
- oder verschiedene Konzerte. Das erste davon möchte ich hier speziell erwähnen und empfehlen: „Waldgesänge des Atems“ - openair(!) in einem Steinbruch, einem Posten des Atemwegs Safenwil, in der Nähe von Zofingen. Ein Konzert mit einem fantastischen Vokalensemble, Solist:innen und Instrumenten, welches sich mit stilistisch sehr unterschiedlichen Stücken aus Oper, Operette, Barock, Romantik, Tango, Schlager etc. um Beethovens „Ode an die Freude“ aus der Neunten Sinfonie rankt - bestimmt ein einmaliges, sehr besonderes Musikerlebnis!
Im Anhang findet Ihr meine aktuelle Terminliste samt Links zu den einzelnen Veranstaltungen.
Ich freue mich auf alle bekannten Gesichter, die ich im Publikum entdecken werde - oder anschliessend an die Aufführungen oder Konzerte sehe!
Liebe Grüsse,
Rolf
